Forumswoche 2025-16
29. August 2025Liebe Leser:innen,
man freut sich ja schon über Kleinigkeiten: Die Bundesregierung setzt ein Gerichtsurteil um, das sie verpflichtet, zumindest einen Teil der in Pakistan festsitzenden afghanischen Flüchtlinge mit Aufnahmezusage nach Deutschland einreisen zu lassen.
Die libysche „Küstenwache“ beschießt ein ziviles Seenotrettungsschiff, und kaum jemand fragt nach der Verantwortung von EU und ihren Mitgliedsstaaten dafür, dass das passieren kann.
Ukrainische Geflüchtete in Polen sollen kein Kindergeld mehr bekommen.
Wenig Grund zu Freude bieten auch die Akündigungen aus der Bundesregierung im Vorfeld der Einsetzung ihrer Sozialstaatskommission.
Nützliche Lektüre unserer Informations- und Terminübersicht wünscht
die Geschäftsstelle.
+++ Veranstaltungen (unter Beteiligung) von Mitgliedsorganisationen kurzfristig
Schon bekannt: Die Verleihung des Fitz Bauer-Preises 2025 der Humanistischen Union an die Rechtsanwältin Gabriele Heinecke. findet am 6. September um 19:00 Uhr im Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin statt.
Anmeldung bis 31. August erwünscht: pax christi fragt beim Seminar „Gewaltfrei für gerechten Frieden“ von 14.-16. November in Bonn (Haus Venusberg), wie aktive Gewaltfreiheit aussehen kann, wenn in Unrechtssystemen Gewalt, bewaffnete Konflikte und Krieg ausgebrochen sind.
Die Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert am 8. September um 19:00 Uhr über „Rechte Geschichtsmythen als Herausforderung für Gesellschaft, Wissenschaft und Politik“.
CEDAW-Allianz Deutschland und DIMR widmen sich am 8. September um 12.00 Uhr (Online) „Gewaltschutz als Menschenrecht im digitalen Zeitalter“.
„Welche Zukunft für Palästina?“: Am 9. September um 15:00 Uhr sucht die Heinrich-Böll-Stiftung (Online) nach „Perspektiven für ein Ende des Gaza-Kriegs, Wiederaufbau und einen politischen Prozess“.
+++ weitere Veranstaltungen (unter Beteiligung) von Mitgliedsorganisationen
Die DGVN fördert im Rahmen von „Youth for CSW“ auch im März 2026 wieder die Teilnahme von zwei jungen Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft an der (70.) Sitzung der UN-Frauenrechtskommission in New York. Anmeldeschluss ist der 15. September
Die FES veranstaltet am 23. September ihr 7. Egon-Bahr-Symposium. Thema: „Die Emanzipation Europas in krisenhaften Zeiten“.
urgewald ist Mitveranstalter des zweiten ‚German‘ Accountability Mechanisms Meeting zu „Cooperation of Accountability and Safeguard Systems in Climate and Development Finance- challenges and opportunities in a changing landscape” am 23. und 24. September in Berlin. Anmeldemöglichkeit und weitere Informationen gibt es hier.
Im Rahmen der Inforeihe Kinder, Jugend und Familie des Paritätischen Gesamtverbands stellt der BuMF am 30. September um 14:30 Uhr (Online) die Ergebnisse seiner Umfrage zur Situation geflüchteter junger Menschen in Deutschland vor.
Eine Dekade Flucht und Ankommen in Deutschland bilanziert die Heinrich-Böll-Stiftung bei ihrer ganztägigen Fachkonferenz „Zwischen Willkommen und Abschottung“ am 21. Oktober.
+++ Veranstaltungen ‚extern‘ kurzfristig
entfällt.
+++ weitere Veranstaltungen ‚extern‘
Am 12. September präsentiert das DIMR bei der Online-Abschlussveranstaltung des Projekts „UN-BRK in den Kommunen“ zentrale Erkenntnisse.
Vom FDCL kommt die Einladung zur Veranstaltung „Klimapolitik auf Kosten der Rechte indigener Völker- Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP 30“ am 22. September um 18:00 Uhr.
+++ Interessantes aus Mitgliedsorganisationen
Amnesty fordert die neue syrische Regierung mit der Vorstellung seines Berichts „Truth still buried- the struggle for justice of disappeared people’s families in Syria“ zum Internationalen Tag der Verschwundenen am 30. August auf, Zehntausende Fälle von Verschwindenlassen im Land umgehend aufzuarbeiten.
Die GfbV sieht in dem geplanten Austritt Russlands aus der Konvention des Europarats zur Verhütung von Folter eine Zementierung der russischen Abkehr von europäischen Werten und dem grundlegenden Menschenrechtsschutz.
TERRE DES FEMMES begrüßt den neuen Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zum bundesweiten Einsatz der elektronischen Fußfessel, um Frauen vor Gewalttätern zu schützen.
„Kein Ort für Kinder“ sind für Terre des Hommes Erstaufnahme- und Folgeunterkünfte für Geflüchtete in Deutschland.
+++ Infos ‚extern‘
Beteiligung ist anscheinend noch möglich am öffentlichen Konsultationsprozess der EU zu ihrer Strategie zur Unterstützung der Zivilgesellschaft, der bis 5. September läuft.
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