Branchendialog im Rahmen des NAP Wirtschaft und Menschenrechte – Stellungnahme zur Risikobranchen-Studie des BMAS

15. Oktober 2020

Der durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im August 2020 veröffentlichte Forschungsbericht „Die Achtung von Menschenrechten entlang globaler Wertschöpfungsketten – Risiken
und Chancen für Branchen der deutschen Wirtschaft“ soll Basis für die im Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) vorgesehenen Branchendialoge sein. Mit den im Rahmen der Studie
identifizierten Risikobranchen sollen Multi-Stakeholder-Foren unter Moderation der Bundesregierung durchgeführt werden, um branchenspezifische Handlungsanleitungen und Best-Practice Beispiele zu
menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zu erarbeiten.
Die zeichnenden Netzwerke und Organisationen CorA-Netzwerk, FORUM MENSCHENRECHTE, Transparency International Deutschland und VENRO begrüßen grundsätzlich, dass die Studie einen Überblick verschafft, welche
deutschen Branchen besondere menschenrechtliche Risiken bergen und gleichzeitig aus menschenrechtlicher und volkswirtschaftlicher Sicht einen besonders guten Hebel zur Verbesserung der Bedingungen
entlang von Liefer- und Wertschöpfungsketten bieten. Die genutzte Methodik zur Eingrenzung auf elf „Fokusbranchen“ weist dabei aus Sicht der unterzeichnenden Organisationen jedoch einige Schwächen auf.

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